![]() | Troubled Water
Als Teenager soll Thomas den Tod eines Kindes verschuldet haben. Nach acht Jahren wird er aus der Haft entlassen und nimmt unter neuem Namen in seiner Heimatstadt in der Kirche eine Stelle als Orgelspieler an. Doch noch immer plagen ihn Schuldgefühle. Nach einiger Zeit findet er aber bei der Pastorin Anna und ihrem kleinen Sohn Jens wieder neuen Lebensmut. Eines Tages erkennt ihn Agnes, die Mutter des toten Kindes, wieder. Diese wird, wie Thomas, seit damals von ihren Erinnerungen geplagt.
Der norwegische Regisseur Erik Poppe schließt mit dem aufwühlenden Drama seine Oslo-Trilogie ab. Dabei erzählt er die Geschichte zweimal hintereinander: Einmal aus Sicht des Täters, einmal aus Sicht der Mutter des Opfers. Poppe wertet bewusst nicht, ohne aber die Hauptfigur von ihrer Schuld freizusprechen. Sensibel und facettenreich betrachtet sein Seelendrama, was in Thomas und Agnes vorgeht. Die intensive Atmosphäre wird hervorragend von dem emotionalen Orgelspiel des Soundtracks unterstrichen.
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