Loading
User
AJ-Kaiser
1128
05.02.2012 20:54
Arrow_topArrow_bottom

Die Web-Guerilla Anonymous hat den Mitschnitt einer Telefonkonferenz von FBI und Scotland Yard ins Netz gestellt. Auch die E-Mail-Adressen Dutzender Ermittler wurden veröffentlicht. Auf Twitter machen sich Hacker-Sympathisanten über die Fahnder lustig.

 

Hamburg - Anhänger von Anonymous haben den Mitschnitt einer vertraulichen Telefonkonferenz der US-Bundespolizei FBI mit Kollegen von Scotland Yard in Großbritannien auf YouTube veröffentlicht. In dem rund 17-minütigen Telefonat geht es unter anderem um Ermittlungen zu der Hacker-Gruppe LulzSec und der Web-Guerilla Anonymous selbst. Das FBI bestätigte am Freitag die Echtheit des Mitschnitts.

 

 

Zuvor hatte "Sabu", der mutmaßliche Anführer der mittlerweile aufgelösten Gruppe LulzSec, auf Twitter mitgeteilt, dass ein Gerichtstermin verschoben sei, zu dem einer der in Haft sitzenden Verdächtigen LulzSec-Mitglieder hätte erscheinen sollen. Diese Information diskutieren die Ermittler in der mitgeschnittenen Telefonkonferenz. Die Aufnahme stammt offenbar vom 17. Januar dieses Jahres.

In dem Mitschnitt, in dem auch viel Small Talk zu hören ist, geht es darum, dass FBI-Beamte zu Verhören von Verdächtigen in Großbritannien hinzugezogen werden möchten. Die Briten antworten, so etwas werde normalerweise nicht gemacht, man wolle aber prüfen, was sich machen lässt und später noch einmal darauf zurückkommen.

Außerdem sprechen die Ermittler darüber, dass die Auftritte zweier Verdächtiger vor Gericht in Großbritannien verschoben werden. Dabei handelt es sich um zwei angebliche Mitglieder der Gruppe LulzSec. In diesem Zusammenhang wurde offenbar die erneute Verhaftung zweier weiterer mutmaßlicher Mitglieder der Gruppe, "Kayla" und "T-Flow", verschoben.

Auch die E-Mail-Adresse eines deutschen Fahnders wurde veröffentlicht

Ebenso stellten die Anonymous-Anhänger eine E-Mail ins Web, in der offenbar ein FBI-Mitarbeiter die Telefonnummer für die Konferenz und eine Pin-Nummer mitteilt. Denkbar ist, dass die Angreifer Zugriff auf den E-Mail-Account eines Ermittlers haben, so an die E-Mail gelangten und sich schlicht in die Konferenz eingewählt haben.

Mit der E-Mail wurden auch die Namen und E-Mailadressen von 44 Ermittlern in den USA, Schweden, Frankreich, Irland und Großbritannien veröffentlicht, die offenbar mit Anonymous-Ermittlungen betraut sind. Auch ein Mitarbeiter des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) und zwei Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde Europol befinden sich darunter.

Die Ermittler machen zwischen LulzSec und Anonymous keinen großen Unterschied, dabei legen beide Gruppen Wert auf Abgrenzung. Die einst wohl weniger als ein Dutzend Mitglieder zählende Gruppe LulzSec war im Mai und Juni des vergangenen Jahres aktiv und veröffentlichte massenhaft persönliche Daten im Web, die sie aus weniger gut gesicherten Datenbanken illegal kopieren konnte.   MEHR

 

User
AJ-Haudegen
1324
05.02.2012 21:03
Arrow_topArrow_bottom

Irgendwie find ich das richtig geil, das die "höchste " Polizei der Welt nicht in der Lage ist sich zu schützen.....Normalerweise dürfte man jemanden (sofern mal einer von denen gefasst wird) niemals bestrafen sondern einstellen!!Denn es macht den Eindruck dass das FBI "dümmer" ist wie die Polizei erlaubt.....Zwinkernd

Beitrag wurde 1x bearbeitet, zuletzt von User (05.02.2012 21:05)
User
AJ-Mitglied
1226
05.02.2012 21:07
Arrow_topArrow_bottom

Sven so wird es ja meist auch gemacht.

Habe mal in den USA einen Fall verfolgt, wo einer normalerweise wegen Betrugs und Diebstahls verklagt worden wäre, wenn er nicht für gutes Geld einen Arbeitsvertrag unterschreibt.

Der Typ hat bei einer großen Bank in Amerika immer die hunderstel Centbeträge, die nicht mehr von der Bank berechnet wurden auf ein Konto überwiesen und nach einem Jahr hat er das Ergebnis seiner Bank gezeigt.

User
AJ-Haudegen
1324
05.02.2012 21:22
Arrow_topArrow_bottom

Ja das ist mir schon irgendwie klar, aber wenn jemand so schlau ist dann ist es umso schwieriger ihn zu überwachen.......und das man beim FBI auch nicht gemerkt hat das man abgehört wird ist echt heftig.

User
AJ-Mitglied
1219
05.02.2012 21:50
Arrow_topArrow_bottom

Sven so wird es ja meist auch gemacht.

Habe mal in den USA einen Fall verfolgt, wo einer normalerweise wegen Betrugs und Diebstahls verklagt worden wäre, wenn er nicht für gutes Geld einen Arbeitsvertrag unterschreibt.

Der Typ hat bei einer großen Bank in Amerika immer die hunderstel Centbeträge, die nicht mehr von der Bank berechnet wurden auf ein Konto überwiesen und nach einem Jahr hat er das Ergebnis seiner Bank gezeigt.

 wie in dem film "how to rob a bank".. irgendwie alles ein verdrehtes spiel

was ist wenn anonymous irgendein spiel des fbi selbst ist und die leute die sie öffentlich machen sind entweder total unbedeutend oder freiwillige, damit anonymous zum symbol des vertrauens wird und in wirklichkeit selbst privatdaten sammelt, ohne das jemand was merkt...

User
AJ-AS
1257
05.02.2012 21:57
Arrow_topArrow_bottom

Normalerweise dürfte man jemanden (sofern mal einer von denen gefasst wird) niemals bestrafen sondern einstellen!

 

Vorsicht! Sowas wurde mit Kim Schmitz auch schon mal ausprobiert!

Wozu das geführt hat, konnten wir ja erst die Tage lesen/hören/sehen.... ;-)